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Hauszeitschrift

Die Cöllnische Stiftung

11. Februar 2026

 

Die Cöllnische Stiftung, eine Stiftung der Familie Brucherseifer, unterstützt das Frida-Kahlo-Haus seit geraumer Zeit. Neben dem großen und großzügigen Engagement der Stiftung habe ich auch das fröhliche und zugewandte Auftreten der Familie Brucherseifer in lebhafter Erinnerung. Die vier Vorstände der Cöllnischen Stiftung, Sabine und Marc Brucherseifer und deren Töchter Caren und Julia, strahlen das aus, was das Ziel ihrer Stiftung ist: „… einfach ein Lächeln schenken!“

Das Ziel der Stiftung fasst Familie Brucherseifer so zusammen: „Wirtschaftliche Not, soziale Abgrenzung oder Krankheit sind für viele Menschen eine schwere Bürde. Einfach mal Lachen, eine Auszeit aus dem Alltag, kann eine Motivation zur Selbsthilfe sein. Deshalb wurde die Stiftung 2012 mit dem Ziel gegründet, jenen ein Lächeln zu schenken, die aus eigener Kraft nicht an den Freuden des alltäglichen Lebens oder des kölnischen Brauchtums teilhaben können.“ Anfang November traf ich mich mit Sabine und Julia Brucherseifer, um noch mehr über ihre Stiftung zu erfahren.

Die Idee zur Stiftung entstand bei dem Stifterehepaar Sabine und Marc Brucherseifer um ihren 50. Geburtstag. Beide waren bereits als Unternehmer erfolgreich, es ging ihnen wirtschaftlich und privat gut und sie wollten etwas von dem Glück, das sie selbst im Leben hatten, weitergeben. So entstand die Cöllnische Stiftung, wobei der Name schon darauf verweist, (auch) dem Kölner Karneval verpflichtet zu sein.

Zunächst aber geht es einfach darum, „ein Lächeln zu schenken“, wobei das Lachen auch körperlich ist: Gute Laune, Lächeln und Lachen sind vital begründet und man weiß schon lange, welche langanhaltenden, positiven Wirkungen Freundlichkeit, Freude und Lachen haben, wie entlastend sie für Menschen sind, die in schwierigen Lebensverhältnissen leben. Eins der frühesten Projekte der Stiftung war – und ist – die Unterstützung von Klinikclowns.

Lachen macht nicht nur Spaß, sondern aktiviert auch die Selbstheilungskräfte, weshalb die Arbeit der Clowns, die in Behinderteneinrichtungen, in Hospizen und Altenheimen auftreten, schon früh durch die Stiftung unterstützt wurde. Besonders aktiv ist die Stiftung in Köln und im Eifeler Raum, zu den unterstützten Einrichtungen gehören seit Beginn unter vielen anderen die Sozialbetriebe Köln (SBK, ehemals Riehler Heimstätten), auch die Städtischen Kinderheime, die Förderschule in der Redwitzstraße.

Neben dem Frida-Kahlo-Haus wurde von den Clarenbach-Einrichtungen auch schon das Haus-Deckstein unterstützt. Und immer geht es darum, Freude zu schenken, vor allem durch Mitfeiern bei Karnevalssitzungen. Einige Bewohner des Frida-Kahlo-Hauses nehmen seit vielen Jahren kostenlos an einer Herrensitzung teil. Weitere Aktivitäten sind z. B. St. Martin-Feiern, bei denen die Stifterfamilie gerne gemeinsam auftritt. In der Corona-Krise stellte die Stiftung beispielsweise Tablets für Senioren- und Behinderteneinrichtungen zur Verfügung, damit Bewohnerinnen und Bewohner Kontakt zu ihren Angehörigen halten konnten.

Auch das Frida-Kahlo-Haus wurde mit einer riesigen Ladung an persönlichen Geschenken überrascht. Auf dem Foto unten von dieser Aktion erkennt man auch die Arbeitsweise der Stiftungsfamilie: fast alles wird selbst gestemmt, vom Spenden bis zum Kontakt zu den Empfängern. So ist auch gewährleistet, dass von den Spendengeldern 100 Prozent bei den Menschen ankommen, Verwaltungskosten und sogar Transport- und Fahrkosten übernimmt die Familie Brucherseifer zusätzlich selbst!

So entsteht nicht nur bei der ASB Köln der Eindruck, „in all den Jahren noch keinen so herzlichen und engagierten Einsatz erlebt zu haben“. Das betrifft auch ein weiteres Projekt der Stiftung, die Spenden-Boutique in der Horbeller Straße 31. In dieser Boutique können Menschen und auch Einrichtungen für ihre Bewohnenden einen Termin vereinbaren, an dem die Menschen Deko-Artikel und gute Kleidung kostenlos erwerben können. Dazu können sie immer individuell die Boutique besuchen und ganz in Ruhe schauen und aussuchen.

Diejenigen, die noch warten, tun das bei Kaffee und Kuchen, sodass der Besuch in der Horbeller Straße zum echten Shopping-Erlebnis mit anschließender Stärkung wird. Diese Boutique kann von der Familie nur betrieben werden, weil sie unterstützt wird durch das ehrenamtliche Engagement insbesondere von Freunden der Familie. An dieser Stelle unser Aufruf, die Stiftung durch Geldspenden und gute Kleidungsstücke für die Spendenboutique zu unterstützen, daneben freut sich die Stiftung aber auch über ehrenamtliche Kräfte, die bei den mannigfachen Aktionen helfen können.

Kurz sei noch auf den Karnevalswagen der Stiftung verwiesen, bei dem Menschen mit Handicap und deren Betreuende einmal auf dem Kölner Rosenmontagszug mitfahren können. Das ist nicht nur für gebürtige Kölner ein Lebenstraum! Im vergangenen Jahr sind Kerstin Dreschmann und Christoph Moritz mitgefahren, die beiden schwärmen noch heute von diesem Erlebnis, genauso wie die Begleiter. Die Stiftung hofft, auch in Zukunft mit ihrem Wagen am Rosenmontagszug teilnehmen zu können.

Mich hat beim Treffen mit Sabine und Julia Brucherseifer besonders fasziniert, wie begeistert und engagiert die beiden von den Spendenaktionen berichtet haben. Anderen Freude machen heißt immer auch, „wertvolle und schöne Momente zu teilen“, sich selbst zu freuen. Es geht nicht primär um materielle Dinge, sondern es geht immer um Freude, Zusammensein und Gemeinsamkeit. Das kann dann manchmal sogar Initialzündung sein, etwas Belastendes zu überwinden. G. Salzberger

Spendenkonto
Cöllnische Stiftung bei der Sparkasse KölnBonn IBAN: DE963705 0198 1930 680382 BIC: COLSDE33XXX Wir sind als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Bonn-Außenstadt, Steuernummer: 206/5888/0953