Altenpflege – Beruf mit Zukunft

Am 29.8. feiert der Examenskurs des Fachseminars für Altenpflege im Clarenbachwerk seinen Abschluss – am 1.9. startet der nächste Ausbildungsgang

 

Viel wird über den Pflegenotstand geredet. Dass es dennoch immer wieder junge – und auch nicht mehr ganz so junge – Menschen gibt, die sich für den Beruf der Altenpflege entscheiden, zeigt der Ausbildungsgang am Fachseminar des Clarenbachwerks. Bislang nur einmal jährlich angeboten, startete aufgrund der hohen Zahl an Bewerbungen ein zusätzlicher Kurs im April. Am Freitag, 28.9. um 12 Uhr beginnt die Abschlussfeier für den frisch examinierten Kurs, und am 1. September startet bereits der nächste Kurs zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger.

 

27 Frauen und Männer absolvieren dann die dreijährige duale Ausbildung. Während sie bei unterschiedlichen Trägern – stationären Einrichtungen, Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten – praktisch geschult werden, besuchen sie parallel das Fachseminar für Altenpflege im Clarenbachwerk. Dort stehen dann Inhalte wie Pflege, Medizin, Psychologie, aber auch Kommunikation auf dem Lehrplan.

 

Die Motive, diesen Beruf zu ergreifen, sind vielfältig: von der Erfahrung mit Pflegefällen in der eigenen Familie, dem Wunsch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit oder nach dem persönlichen Kontakt zu alten Menschen. Absolventin Christin Strobach formuliert es so: „Wenn ein Baby geboren wird, laufen alle ins Krankenhaus. Wenn es aber um das Lebensende geht, ist oft keiner da – das möchte ich ändern.“

 

„Pflege geht uns alle an“, erklärt Doris Röhlich-Spitzer, Geschäftsführerin des Clarenbachwerks. Denn durch die höhere Lebenserwartung steige die Wahrscheinlichkeit, familiär oder auch selbst mit Pflegebedarf konfrontiert zu werden. „Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht – mit Kindern, aber auch armen, kranken und alten Menschen. Fürsorge und Pflege sollte uns am Herzen liegen und uns etwas wert sein.“

 

Durch die gesellschaftliche Entwicklung birgt der Beruf aber auch Arbeitsplatzsicherheit und Entwicklungschancen: „Wer sich berufsbegleitend weiterbildet, kann zum Beispiel in die Wohngruppen- oder Pflegedienstleitung aufsteigen“, so Dorothee Mertes, Leiterin des Fachseminars für Altenpflege. Obwohl noch Wünsche offen sind – etwa nach verbesserten politischen Rahmenbedingungen und mehr gesellschaftlicher Anerkennung – sind sich am Fachseminar alle einig: Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft.

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