Demenz-Tagung

Auf der Veranstaltung im Haus Andreas diskutierten Angehörige, Betroffene, Pflegekräfte, Fachleute und Politiker über die diversen Herausforderungen

 

Demenz neu denken – (wie) geht ein gutes Leben mit Demenz?

Am Freitag, 15. November 2013 veranstaltet das Clarenbachwerk Köln von 9.30 bis 18 Uhr eine Tagung zum Thema Demenz. Moderatorin Carmen Thomas spricht mit Betroffenen, Angehörigen, Pflegekräften und Fachleuten über die individuellen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Krankheit. Das Bauturmtheater zeigt Auszüge aus „Der alte König in seinem Exil“.

 

Der Geist schwindet, aber die Menschen leben weiter: Demenz stellt eine Angst-Diagnose dar, weil sie mit Alter und Tod verbunden wird und nicht heilbar ist. Wie kann das Leben damit gelingen, kann es das überhaupt? Wie gehen wir als Einzelner, aber auch als Gesellschaft mit dieser Krankheit um? Das Clarenbachwerk, das sich in den letzten Jahren zu einem Kompetenzzentrum im Bereich Demenz entwickelt hat, beschäftigt sich in einer Tagesveranstaltung sowohl mit persönlichen Erfahrungen als auch mit den gesellschaftlichen, ethischen und ökonomischen Dimensionen.

 

Die Moderatorin Carmen Thomas spricht dazu u. a. mit einem von Demenz betroffenen Psychotherapeuten, der die Diagnose annimmt, mit Angehörigen und Pflegekräften, die von ihrem Umgang mit den verschiedenen Facetten der Krankheit berichten, mit Ärzten, einer Medizinethikerin sowie politisch Verantwortlichen wie Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in NRW.

 

Folgende Themen werden diskutiert:

  • Demenz als Familienproblem: Was müssen Angehörige aushalten? Wo liegen ihre Grenzen und welche Hilfen gibt es?
  • Zuhause verelenden, mit Demenz-WGs sozialromantisch ins Chaos oder in Heimen reglementiert gepflegt – welche Versorgungsstrukturen brauchen Betroffene und Angehörige?
  • Wie kann man mit der Diagnose umgehen? Muss ein Mensch Demenz bis zum bitteren Ende leben?
  • Kann man sich auf Demenz vorbereiten – sollte man es aus ethischer Sicht? Wie können Umgangsweisen festgelegt werden?
  • Brauchen wir eine Menschenrechts-Charta für Demente? Mobilität versus Sicherheit: Was bedeutet Freiheit bei Demenz?
  • Wie können natürliche Lebensabläufe im Pflegealltag aussehen? Was ist uns ein individueller Umgang mit Demenz wert?

 

Zum Abschluss der Veranstaltung zeigt das Ensemble des Bauturmtheaters Auszüge aus der Inszenierung „Der alte König in seinem Exil“nach Arno Geiger. Im gleichnamigen Buch erzählt der Autor von seinem Vater, dem Gedächtnis und Orientierung abhanden kommen. Beim anschließenden Imbiss können Gespräche und Themen weiter vertieft werden.

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