Extratour mit barrierefreier Bimmelbahn

Der ehemalige Lokführer der Bimmelbahn wohnt im Heinrich Püschel Haus – nun holte sein Bruder ihn und weitere Bewohner für eine Tour mit „Emma“ ab

 

Müngersdorf – Am Montag, 7. Oktober 2013 ab 10 Uhr nimmt die Kölner Bimmelbahn eine ganz neue Route: Sie holt Karl Wolters, ihren ehemaligen Lokführer, im Pflegeheim ab und lässt ihn und rund 40 weitere Bewohner Köln aus einer anderen Perspektive erleben.

 

Jahrelang hat Karl Wolters die Bimmelbahn in Köln gesteuert: durch die kleinen Gassen der Altstadt bis zum Schokoladenmuseum, zum Zoo und zurück zum Dom. Im letzten Jahr aber erforderte eine Parkinson-Erkrankung seinen Umzug in eine Pflegeeinrichtung, dem Heinrich-Püschel-Haus im Clarenbachwerk. „Durch seine Krankheit kann er die Bahn ja nun nicht mehr fahren“, berichtet sein Bruder Wilfried, „darüber war er sehr traurig – so wie alle alten Menschen traurig sind, wenn sie etwas nicht mehr machen können.“

 

Das brachte Wilfried Wolters auf die Idee, nicht nur seinem 78-jährigen Bruder, sondern auch 40 weiteren pflegebedürftigen Senioren etwas zu ermöglichen, was sie bislang nicht mehr konnten: eine Fahrt quer durch Köln in „Emma“, der neuen, barrierefreien Bimmelbahn. „Ich habe ihm gesagt: weißte was, Karl – ich bringe die Bimmelbahn einfach zu Dir! Ich fahre euch in einem richtig guten Zug.“ Durch eine Rampe können Rollstuhlfahrer in diesem Zug auch direkt in die Waggons hineinfahren.

 

Diese Idee stieß nicht nur bei Karl Wolters, sondern auch bei Paul Wirtz, dem Leiter der Pflegeeinrichtung, auf große Zustimmung. Am kommenden Montag geht es daher los: Um 10 Uhr morgens trifft „Emma“ in Müngersdorf ein und holt die Bewohner und ihre Betreuer vor dem Heinrich-Püschel-Haus ab. Die etwa einstündige Fahrt wird voraussichtlich über den Stadtwald, den Aachener Weiher bis zum Haus am See führen. „Unsere Bewohner sind von dem Ausflug völlig begeistert“, erzählt Karin Lingen von der Sozialen Betreuung des Clarenbachwerks. „Viele kennen die Bimmelbahn aus früheren Zeiten und freuen sich, mal wieder etwas von Köln zu sehen – nicht zuletzt die alten Stadtteile, in denen sie einmal gelebt haben.“

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