Neubau-Spange an Stephanus/Paulus eingeweiht

CBWK Eroeffnung Neubauspange1

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit war es so weit: Am 9. Oktober 2018 lud das Clarenbachwerk zu Feierstunde und Rundgängen durch die neue Verbindungsspange zwischen Stephanus und Paulus. 78 Pflege- und Wohnappartments und ein neues Ausbildungszentrum sind hier entstanden.

 

 

In den Tagen vor dem 9. Oktober waren noch viele kleine Bauarbeiten zu erledigen, der Außenbereich wurde noch fertiggestellt und auch im Innenbereich wurde hier und da nachgebessert. Am besagten Eröffnungstag strahlte die Neubauspange zwischen den Türmen Stephanus und Paulus im milden Herbstsommerlicht.

 

Es war die perfekte Beleuchtung für die Eröffnungsfeier, zu der sich viele Besucher eingefunden hatten. BewohnerInnen und Mitarbeitende aller Häuser waren unter ihnen, aber natürlich auch die Verantwortlichen des Clarenbachwerks und der KAMÜ Projektbau GmbH fanden sich neben vielen weiteren Eingeladenen ein. Das schöne Wetter ließ fast alle Gäste zunächst vor dem Haus in dem neu gestalteten Bereich verweilen, dort hatte man bereits einen schönen Blick auf die Balkone der „Spange“, wie sie genannt wird. Es bedurfte leichter Aufforderung, bis alle im großen Saal, der an gleicher Stelle umfassend saniert wurde, Platz genommen hatten.

 

Hans-Peter Nebelin eröffnete den Reigen der Reden. Er freute sich über den Abschluss des zweiten Projekts der Ertüchtigung der Immobilien des Werks, ließ auch einige Schwierigkeiten nicht unerwähnt, so beispielsweise wurden „so ziemlich alle“ Hauptleitungen für Strom, Telefon etc. angebohrt, was vor allem dem Fehlen von Originalplänen zu verdanken war. Und er erwähnte, dass mit der Eröffnung des Neubaus weitere Baumaßnahmen, vor allem die komplette Sanierung des Heinrich Püschel Hauses, jetzt voranschreiten kann. Im Moment heißt es noch, dass für eine fertige Baustelle gleich zwei weitere eröffnet werden …

 

Auf die Größe des Projekts, auf welches sich das Clarenbachwerk mit der (einem Neubau gleichkommenden) Sanierung von vier Häusern eingelassen hat, wies Pfarrer Ernst Fey, der der Vorstandsvorsitzende des Clarenbachwerks ist, hin. Das Bauvolumen über ca. 50 Millionen Euro ist auch für den ehrenamtlichen Vorstand eine Herausforderung. Aber es geht eben um Häuser, die den dort wohnenden genauso wie den dort arbeitenden Menschen gerecht werden. Und das konnten die alten Häuser nicht mehr.

 

Die nicht unerhebliche Verantwortung für die pflegebedürftigen Menschen sowie das Personal ruht dank der sehr guten Zusammenarbeit im Team des Clarenbachwerks, aber auch mit dem Architekten, dem Generalunternehmen und den Projektsteuerern, auf mehreren Schultern. Vorstandsvorsitzender Ernst Fey sprach zum Ende seiner Rede noch einen Segen für das Haus aus und die dort lebenden Menschen.

Zwar ist das Haus allein nicht alles, aber am Eröffnungstag stand es im Mittelpunkt.

 

Der Architekt Dr. Christoph Augustin (Büro F.R.A.U.) wies in seiner Rede daraufhin, dass nur durch den die beiden Türme verbindenden Neubauteil, der ungefähr das gleiche Raumvolumen wie die Türme aufweist, diese gerettet werden konnten. An sich waren die Türme als Pflegeeinrichtung denkbar ungeeignet und inzwischen erfüllten sie auch nicht mehr die Auflagen, was Fluchtwege etc. angeht. Dennoch, so Dr. Augustin, fand er von Anfang an, dass die Türme, selbst wenn sie nicht unbedingt schön sein mögen, so doch markant sind und auf alle Fälle erhaltenswert. Das, wie gesagt, konnte dank der Konstruktion der Neubauspange erreicht werden und entspricht auch dem ausgeprägten Traditionsbewusstsein der Kölner.

 

Nicht fehlen durfte die Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker, die bei fast jedem Spatenstich und jeder Eröffnung in den letzten Jahren dabei war und so ein bisschen das gute Omen für das Werk geworden ist. Sie erwähnte in ihrer Ansprache das Vertrauen, welches das Clarenbachwerk genieße und dass sie froh sei, dass das Clarenbachwerk sein Engagement erneuere. Nach den kurzweiligen und zum Teil launigen Ansprachen war es Zeit für die Schlüsselübergabe. Joachim Schüler vom KAMÜ Projektbau übergab nach einer kurzen Ansprache den Schlüssel an Einrichtungsleiter Michael Lingen. Der allerdings wird ihn noch nicht benutzen, sondern für die Zeit eines knappen Jahres ist die Neubauspange Teil des Heinrich Püschel Hauses. Ungefähr die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner des Heinrich Püschel Haus haben die Spange bereits bezogen, sodass das „Haupthaus“, das gut 40 Jahre alte Heinrich Püschel Haus jetzt innen wie außen saniert werden kann.

 

Wer wollte, hatte im Anschluss die Möglichkeit, die Spange zu besichtigen. Sie beherbergt jetzt auch das Fachseminar für Altenpflege, das ebenfalls seine neuen Räume schon bezogen hat. Einige Räume im Erdgeschoss können allerdings bis zur Fertigstellung des Heinrich Püschel Hauses noch nicht bezogen werden. Besonders anziehend aber war der schöne Außenbereich, sicherlich auch wegen des Geruchs von Grillgut. In gelöster und angenehmer Atmosphäre standen und saßen die Gäste und die vielen Clarenbacher aus allen Häusern noch lange zusammen, diskutierten und fabulierten, schwelgten in Erinnerungen und machten Pläne für die Zukunft.

 

Es war ein überaus gelungener, angenehmer Spätnachmittag bei sommerlichen Temperaturen – und das Mitte Oktober. Wann hat es das schon mal gegeben?Vermutlich wird der Sommer 2018 als der Sommer in die Geschichte eingehen, der nicht enden will.

 

Unbedingt erwähnen möchte ich noch Kathrin Eigendorf, die nicht nur während der Umbauphase im Stephanus und Paulus ihre Musikgruppen aufrechterhalten hat und so für angenehmere Töne im Baulärm gesorgt hat, sondern die auch die Eröffnung stimmungsvoll begleitete. Schöne Klavierstücke und eine Reihe von Liedern brachten weiteren Glanz in denspäten Sommernachmittag.

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