19 06 FachseminarAm 6. Juni 2019 feierte das Fachseminar des Clarenbachwerks sein 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür für alle Interessierten. Wie man mehr Menschen für den Beruf der Altenpflege gewinnen kann, wird derzeit viel diskutiert. Vor wenigen Tagen erst stellten die Bundesminister für Arbeit, Gesundheit und Familie ihre gemeinsamen Pläne vor, mehr Menschen für die Altenpflege zu gewinnen. Das Fachseminar für Altenpflege, die zertifizierte Ausbildungsstätte des Clarenbachwerks, leistet dazu einen elementaren Beitrag: Seit einem Vierteljahrhundert bildet es staatlich anerkannte Altenpflegerinnen und Altenpfleger aus, auch für andere Träger der ambulanten oder stationären Altenhilfe.
Gegründet zunächst am Standort Worringen, zog das Fachseminar 1995 auf den Campus des Clarenbachwerks in Müngersdorf und nun in moderne Unterrichts- und Arbeitsräume im Neubau zwischen den Häusern Paulus und Stephanus.
Hier wurde am 6. Juni 2019 das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Alle Interessierten waren herzlich willkommen, viele Mitarbeitende und Bewohner des Clarenbachwerks kamen, um zu gratulieren und mit Lehrkräften und Auszubildenden zu feiern. Geschäftsführerin Manuela Duchon eröffnete die Feier mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Clarenbachwerks und beschrieb den Wandel in Altenpflege-Ausbildung – strukturell, aber auch inhaltlich, etwa durch die Zunahme dementieller Erkrankungen, von Multimorbidität und behandlungspflegerischer Tätigkeiten. Ihr Dank galt dem Team des Fachseminars, allen voran dem Leiter Klaus Strimmer.
Auch Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker zollte den Lehrkräften, aber auch den Auszubildenden ihre Anerkennung, sich diesen wichtigen Aufgaben zu stellen – gerade in Zeiten des Pflegekräftemangels. Sie beschrieb eigene Erfahrungen mit der Pflege von Angehörigen und betonte, wie wichtig die Anerkennung des Berufs sei.
Anschließend beschrieb Klaus Strimmer den „philanthropischen Geist“ im Fachseminar, wo Auszubildende nicht nur in allen lernspezifischen Fragen, sondern auch in der gesamten Planung ihres Berufs- und Lebensweges begleitet würden. Wo Achtung, Wertschätzung, Respekt und Nächstenliebe gelebt würden und kein Platz für Rassismus sei: denn gerade die Vielfalt in Herkunft, Kultur und Sprachen bereicherte die Altenpflege, nicht nur die kultursensible Pflege. Der Leiter des Fachseminars erwähnte auch die erfolgreiche Kooperation zum praktische Ausbildungsteil mit anderen Trägern wie ambulanter Altenhilfe und Krankenhäusern. Anschließend eröffnete er offiziell die neuen Räumlichkeiten am Neuer Grüner Weg 15.
Mit einem Rundgang und Gesprächen bei Getränken und Fingerfood konnten sich Interessierte über die Arbeit und die Ausbildung am Fachseminar informieren, auch im Hinblick auf die ab 2020 angebotene „generalistische“ Ausbildung zur Pflegefachfrau /zum Pflegefachmann mit Spezialisierung in der Kinder-, Kranken- oder Altenpflege.
Daneben wurde eine Foto-Ausstellung präsentiert. Unter dem Titel „I do care“ (engl. für „Ich kümmere mich“, „Ich sorge mich“, „Es ist mir nicht egal“) wurden Auszubildende des Fachseminars portraitiert und zu ihrem Beruf, ihrem Engagement und ihren Erlebnissen befragt. Denn diese Menschen engagieren sich – ebenso wie Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen oder Krankenpfleger – im „Care“-Bereich: Sie kümmern sich um die Kleinsten, die Kranken oder Alten unserer Gesellschaft, mithin oft die Schwächsten. In Kurzinterviews gaben die Portraitierten Auskunft zu ihrer Motivation, in der Altenpflege zu arbeiten. Zur Feier von einem Vierteljahrhundert Altenpflegeausbildung wollte das Clarenbachwerk exemplarisch zeigen, welche Menschen sich diesen Aufgaben mit Engagement stellen – und ihnen damit stellvertretend für ihre vielen Kolleginnen und Kollegen Respekt und Anerkennung zollen. Darüber hinaus soll die Ausstellung Identifikationsmöglichkeiten und Gesprächsanlässe schaffen. Alle Motive des Fotografen Ludolf Dahmen und die Texttafeln sind ab sofort im Fachseminar auf der 1. Etage im Haus Paulus zu besichtigen. Zwei Motive drucken wir auf der folgenden Seite nach, in der kommenden Ausgabe dieser Zeitschrift folgen weitere.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen