Das große Umziehen

CBWK UmzugMit der Fertigstellung der Neubau-Spange zwischen den Häusern Stephanus und Paulus hat auf dem Gelände in Müngersdorf das große Umziehen begonnen. Damit das Heinrich Püschel Haus umfassend saniert und modernisiert werden kann, mussten zunächst die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Haus ausziehen. Das ist bereits im September 2018 geschehen. In einer dreitägigen Aktion zogen die Bewohnerinnen und Bewohner zusammen mit den Mitarbeitenden der jeweiligen Wohnbereiche vom Heinrich Püschel Haus ins neueHeinrich Püschel Haus II um, wie die Spange für das nächste Jahr heißen wird. Unterstützt wurden sie dabei von einigen Angehörigen und von einer professionellen Umzugsfirma. Trotz dieser vielen Hilfen zog sich der Umzug über drei Tage, am Abend des 13 September 2018 waren alle Umzüge abgeschlossen.

 

Dass der Umzug ein echter Kraftakt war, merkte man allen Beteiligten an. Ein Umzug ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern er bedeutet auch, vorübergehend Abschied zu nehmen von einer liebgewonnenen Umgebung, bedeutet auch, sich neu zu orientieren und einzugewöhnen. Zwar ist das Heinrich Püschel Haus II, die „Spange“, ein Neubau und die Bewohnerinnen und Bewohner waren die ersten, die es bezogen haben. „Schön neu!“, war entsprechend auch der häufigste Kommentar, aber zum Neuen gehört auch, es ist noch nicht eingewohnt, hat noch keinen Charakter, hat noch nicht die Eigenarten seiner Bewohnerinnen und Bewohner angenommen usw. Außerdem werden bestimmte Unfertigkeiten erst bemerkt, wenn man mal im Neubau „d’rin“ ist und dort wohnt.

 

Als ich in der Woche nach dem Umzug zu einer kleinen Besichtigung im HPH II bin, sind die Meinungen wie zu erwarten geteilt. „Das schönste ist der Blick auf das alte Heinrich Püschel Haus!“, sagt Frau Klöckener, die sich vor allem an den bodentiefen Fenstern stört. Zwar sind die neuen Zimmer schön, aber ihr bereitet der Ausblick aus dem vierten Stock Unbehagen und hat deshalb einen Teil ihrer schönen Bilder so aufgebaut, dass sie die direkte Aussicht erschweren. Trotz einiger Startschwierigkeiten freut sie sich, dass sie sich auf das Abenteuer Umzug eingelassen hat. Und Frau Klöckener ist eifrig bemüht, ihren Mitbewohnern beim Einrichten und Orientieren zu helfen. „Es fehlen noch Bilder an den Wänden und einige Möbelstücke, die einem die Orientierung erleichtern.“

 

Herr Schröder ist froh, dass auch Mops Anton mit umgezogen ist, allein sein Anblick bürgt schon für etwas Heimatlichkeit. Und er ist froh, dass natürlich auch die Mitarbeitenden der entsprechenden Wohnbereiche mit umgezogen sind. Auch für diese ist der Erstbezug der Neubauspange eine echte Herausforderung. Schließlich müssen alle Hilfsmittel mit, die Medikamenten müssen einsortiert werden und vieles andere mehr.

In der Woche darauf statte ich dem „alten“ Heinrich Püschel Haus einen Besuch ab. Mit dem Umzug in die Spange war es längst noch nicht getan: auch innerhalb des HPHs mussten die Bewohnerinnen und Bewohner auf eine Längsseite des Hauses ziehen, sodass die Vorderseite abgesperrt werden konnte und dort mit der Sanierung begonnen werden konnte. Auch hier hört man hin und wieder, „Wären wir doch lieber mit in den Neubau gezogen!“, genauso wie einige Bewohnerinnen und Bewohner im Neubau sagen, „Wären wir doch im alten HPH geblieben!“

 

Überhaupt denken viele Menschen über die Umzüge ihres Lebens nach, auch darüber, ob man jeweils gerne umgezogen ist oder nicht so gerne. Und so geteilt wie die Meinungen sind, so bemüht sind doch auch alle Beteiligten, mit den Unbilden konstruktiv umzugehen. Ein riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten, vor allem an die Bewohnerinnen und Bewohner und die Mitarbeitenden!

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