Die Geschichte des Clarenbachwerks

Ursprünglich war das Clarenbachwerk ein Bauverein der evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde. Nach Ende des 2. Weltkrieges galt es, einen Beitrag zur Linderung von Not, Elend und Zerstörung zu leisten. Daher gründete Heinrich Püschel, damaliger Gemeindepfarrer von Köln-Braunsfeld, 1945 das Clarenbachwerk Köln e. V., um möglichst vielen Menschen rasch menschenwürdiges Wohnen und Leben zu sichern.


1949 wurde zusammen mit dem Asyl-Verein (Evangelisches Feierabendhaus) ein Altenheim und eine Kindertagesstätte erbaut. 1951 nahm das Clarenbachstift seinen Dienst auf, das 1981 an die Clarenbach-Kirchengemeinde zurückgegeben wurde.

„Soziale Arbeit ist nur sinnvoll, wenn sie auf die unmittelbaren Gegebenheiten der eigenen Zeit bezogen ist. Man kann sich soziale Aufgaben nicht wünschen. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, ist ungeeignet, anderen Menschen in der richtigen Art und Weise zu helfen.“   HEINRICH PÜSCHEL

Getreu diesem Grundsatz waren auch die folgenden Bauvorhaben des Clarenbachwerks dadurch motiviert, jungen wie alten Menschen Wohnraum und fachgerechte Betreuung, später auch Pflege zu bieten.

 

Wohnraum und Betreuung

Anfang der 1960er-Jahre wurden die bestehenden Häuser des Clarenbachwerks in Einrichtungen für alte Menschen umgewandelt. Dazu kamen in Braunsfeld das Anne-Frank- und Paul-Schneider-Haus, in Müngersdorf die Alten- und Pflegeheime Haus Andreas sowie die Häuser Paulus und Stephanus. 1976 entstand ein Altenkrankenheim mit 210 Plätzen, das Heinrich-Püschel-Haus, welches sich heute schwerpunktmäßig der Demenzpflege widmet. 1977 wurde das Altenzentrum Deckstein mit Seniorenwohnungen und insgesamt 70 Pflegeplätzen eröffnet. Parallel dazu wurden alle alten Einrichtungen aufwändig saniert oder komplett neu gebaut.


1992 öffnete das Frida Kahlo Haus seine Türen – als erste Einrichtung seiner Art in Nordrhein-Westfalen speziell für junge Menschen, die durch Behinderung, Unfall oder Erkrankung schwer pflegebedürftig sind. Bislang wurden sie zumeist in Alteneinrichtungen untergebracht, wo sie pflegerisch und medizinisch zum Teil nicht adäquat betreut werden konnten und sich oft nicht wohl fühlten.

 

In Verantwortung wachsen

Damit ergänzte das Clarenbachwerk sein umfangreiches Hilfsangebot auch für die wachsende Zahl jüngerer Menschen, die der stationären Pflege bedürfen. Um die Qualifikation und stete Weiterbildung von Pflegekräften zu gewährleisten, betreiben wir außerdem seit vielen Jahrzehnten ein Fachseminar für Altenpflege.


In diesem Geist werden wir uns weiterhin mit Elan und Verantwortung den gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen stellen.