Vergesslich, aber nicht vergessen

Die Welt, in der Menschen mit Demenz leben, ist eine sehr eigene. Unsere BewohnerInnen mit Demenz haben ganz besondere Bedürfnisse, denen wir gerecht werden möchten. Deshalb haben wir uns schon früh von dem „integrativen Ansatz“ verabschiedet, der die Demenzerkrankten in den „normalen“ Alltag der orientierten BewohnerInnen einbinden wollte – und gingen stattdessen neue Wege.


2004 war das Clarenbachwerk die erste Einrichtung in Köln, die einen spezialisierten, an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierten Wohnbereich für dementiell erkrankte Menschen eröffnete. Mittlerweile haben wir uns zum größten Kompetenzzentrum für Demenzpflege im Kölner Westen entwickelt.


In unserem Heinrich Püschel Haus haben wir auf drei Etagen eine besondere Wohnform etabliert, die den von Demenz Betroffenen ein möglichst stressfreies und sicheres, von Gemeinschaft geprägtes Leben ermöglicht. Hierbei stützen wir uns auf zwei grundlegende Säulen:

 

Umweltgestaltung

Unsere Wohnbereiche sind so gestaltet, dass demenzkranke Menschen sich trotz ihres eingeschränkten Orientierungsvermögens sicher und wohl fühlen. Einrichtung und Mobiliar richtet sich nach aktuellen Erkenntnissen der Demenzforschung. Spezielle Beleuchtung, Farbgebung und Fotos an den Zimmertüren helfen bei der Orientierung, Rundgänge mit Handläufen sowie Ruheinseln kommen dem Bewegungsdrang mancher Demenzerkrankter entgegen.

 

Betreuungskonzept

Wesentlich für die Betreuung von Menschen mit seniler Demenz ist die Beziehungsgestaltung und eine warme, durch Nähe geprägte Atmosphäre. Sie reduziert die Angst, eines der häufigsten Begleitsymptome einer dementiellen Erkrankung. Unsere speziell geschulten Pflegekräfte, Altentherapeuten und Alltagsbetreuer gehen aufmerksam, fantasievoll und geduldig mit den Betroffenen um und mobilisieren ihre noch vorhandenen Fähigkeiten. Biografiearbeit und Validation sind selbstverständliche Bestandteile unseres Konzeptes, wodurch wir den Wert der Erinnerungen oder Vorstellungen eines Menschen mit Demenz anerkennen.


Die überschaubare ‚kleine Welt’ der Wohngruppe entspricht der nur noch begrenzten geistigen Verarbeitungskraft der Dementen und ihrem Bedürfnis nach Kontinuität und Stabilität, auch bei der Tagesgestaltung und den Kontaktpersonen. Mahlzeiten werden ebenfalls in kleinen Gruppen eingenommen und, falls nötig, angereicht. Eine kontinuierliche psychiatrische und neurologische Betreuung ist durch die Zusammenarbeit mit dem Alexianer Krankenhaus gewährleistet.


Wenn Sie weitere Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann rufen Sie uns doch an. Unsere Mitarbeiterinnen in der Aufnahme geben Ihnen gerne nähere Informationen oder beraten Sie in einem persönlichen Gespräch.


Unser Heinrich Püschel Haus hat sich besonders auf Demenzpflege spezialisiert. Unsere modernen Pflege- und Betreuungsmethoden stellen wir Ihnen in der speziellen Broschüre dieser Einrichtung vor.