Erstbezug im modernisierten Altenzentrum Deckstein

In das neu aufgesetzte Geschoss konnten bereits Bewohner einziehen        

 

1Das Jahr 2016 war im Altenzentrum Deckstein durch Bauarbeiten geprägt. Die Einrichtung des Clarenbachwerks wird noch bis Herbst 2017 saniert, modernisiert und erweitert: Mit 1300 qm wurde ein neues Geschoss aufgesetzt, ein neuer Eingangsbereich, große Gemeinschaftsräume, Wohnküchen und Zimmer nach neuesten Standards entstehen.

Im Dezember konnten nun die ersten Bewohner die neu aufgestockte Etage beziehen. Der Umbau bei laufendem Betrieb erfordert, dass sie dafür die Stockwerke verlassen, die als nächstes saniert werden. Auch der Umzug war eine logistische Herausforderung: „Nach der morgendlichen Pflege haben wir alle zusammengetrommelt und sind mit den Bewohnern an einem Tag umgezogen“, erzählt Pflegedienstleiterin Ludmilla Fassbender. „Manche Bewohner haben den Anlass genutzt und sich von alten Sachen getrennt, da sie die neuen Möbel so schön fanden.“ Diese sind alle einzeln geschreinert und angepasst und wirken ebenso hochwertig und modern wie die gesamte Ausstattung.

2Bewohnerin Margareta Koch, die in den 80er Jahren selbst im Clarenbachwerk tätig war und seit Mai im Altenzentrum Deckstein lebt, erzählt: „Mein neues Zimmer gefällt mir richtig gut, ich habe sogar schon einen geschmückten Weihnachtsbaum hier – ich fühle mich wie zu Hause. Die Schwestern, das Publikum – alle sind nett, und ich habe sogar eine gute Freundin bei mir.“ Diese lebt allerdings noch auf der zweiten Etage und muss sich mit dem Umzug noch bis Februar gedulden. Damit sich die beiden oft besuchen können, soll dann ein Zimmer auf derselben Etage gefunden werden.

Wie durchdacht Bau und Ausstattung gerade im Hinblick auf Barrierefreiheit und Orientierung sind, zeigt sich in vielen Details: Alle Stockwerke weisen ein Farb-Leitsystem auf, das sich in Wandelementen, Polstermöbeln, Sitzkissen oder Tischsets widerspiegelt. Die großzügigen Zimmer sind barrierefrei. Farblich abgesetzte Lichtschalter helfen bei der Orientierung, alle Fenster besitzen ein Unterlicht und tief angebrachte Griffe, damit sie auch für Rollstuhlfahrer gut nutzbar sind.

„Auch die neuen Gemeinschaftsräume auf der Etage sind wunderbar angekommen. Viele Bewohner besuchen weiterhin den Speiseraum im Erdgeschoss, halten sich aber trotzdem gerne dort auf“, erzählt Fassbender. „Und die körperlich eingeschränkten Bewohner sind zufrieden, dass sie nun keine weiten Wege mehr haben.“ Ansonsten nutzen sie den barrierefreien Aufzug mit einem separaten Bedienfeld für Rollstuhlfahrer und einer akustischen Ansage.

Alle Gemeinschaftsräume verfügen über barrierefreie, große Balkone oder eine Dachterrasse. Neben den Fensterfronten sind die Räume optimal und gleichmäßig ausgeleuchtet. Freundliche Töne bestimmen die Einrichtung mit Sitzgruppen, Esstischen und dem Fußboden in Holzoptik. Im offen angelegten Wohnküchenbereich kann nun auch auf allen Etagen selbst gekocht und gebacken werden.

3Auch die Pflegekräfte sind angetan von den neuen Räumlichkeiten: „Unsere Mitarbeiter handeln schon, wer auf dem oberen Bereich arbeiten darf“, lacht Fassbender. Waren die alten Badezimmer schmal und für Pflegekräfte schlecht begehbar, sobald ein Bewohner im Rollstuhl vor dem Waschbecken saß, können sie sich in den großzügigen Bädern nun frei bewegen. „Hier ist wirklich moderne Pflege möglich!“, schwärmt sie.

Seit Ende 2011 lief die Planung, Abstimmung und Finanzierung des Umbaus, bis kurz vor Weihnachten 2015 dann endlich die Baugenehmigung erteilt war. Die Umsetzung läuft nun umso zügiger und reibungsloser. Das lag sowohl an dem erfahrenen Bau-Team Kamü, das alle Arbeiten mit großer Sorgfalt organisierte, als auch an viel Unterstützung, Verständnis und manchmal Humor von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden.

„Die Resonanz zeigt jetzt schon, dass die Nachfrage gut funktionieren wird. Es gab sogar Einzüge in der Bauphase, womit ich niemals gerechnet hätte“, stellt Doris Röhlich-Spitzer, Geschäftsführerin des Clarenbachwerks, fest. „Das gibt uns allen Zuversicht für 2017, wenn wir ab Herbst 80 Pflegeplätze und 14 neue Tagespflegeplätze anbieten.“

 

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Altenzentrum Deckstein

An der Decksteiner Mühle 3–7

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