Pflege-Diskussion im Clarenbachwerk

CBWK PflegediskussionUnter dem Titel "Was können Sie für uns tun?" diskutierten am Montag, 18.9.2017 im Clarenbachwerk Pflegekräfte, Bewohner, Angehörige und Ehrenamtliche mit Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten bzw. politisch Verantwortlichen aus dem Wahlkreis Köln II

 

Politische TV-Duelle und -Gesprächsrunden liefen in den vergangenen Wochen auf allen Kanälen – wer wollte, konnte täglich Politikern lauschen. Trotz der Menge an Statements kamen manche Themen jedoch wenig bis gar nicht vor, z. B. die Anliegen von Pflegekräften, Menschen mit Behinderung, pflegenden Angehörigen, Themen wie Armut im Alter und bei Krankheit. Vieles findet sich in Parteiprogrammen – nur konkrete Antworten oft nicht.

 

Daher wollte es das Clarenbachwerk, mit sechs Einrichtungen und rund 600 Pflegeplätzen einer der größten Träger stationärer Senioren- und Behindertenhilfe in Köln, nochmal genauer wissen und hat die Bundestagskandidatinnen im Wahlkreis II zu einer Gesprächsrunde eingeladen: 

Am Montag, 18. September 2017, 14 bis 16 Uhr trafen sich in der Cafeteria im Frida Kahlo Haus: Martin Erkelenz/CDU (in Vertretung für Heribert Hirte), Elfi Scho-Antwerpes/SPD, Sven Lehmann/Bündnis 90/Die Grünen, Beate Hane-Knoll/Die Linke (in Vertretung für Matthias W. Birkwald) und Annette Wittmütz-Heublein (FDP).

 

Nicht nur Einrichtungsleiter und Pflegekräfte, auch der Hausbeirat, pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner selbst und ihre Angehörigen hatten gezielte Fragen an die Politiker, zum Beispiel: Was haben die Parteien vor, um den Mangel an Pflegekräften zu bekämpfen? Wie wollen sie konkret mehr Anerkennung (auch monetär) für soziale Berufe schaffen? Wie entsteht mehr Wohnraum – bezahlbar für Menschen mit relativ geringem Einkommen (wie Pflegekräfte), barrierefrei für die alternde Gesellschaft und Menschen mit Behinderung? 

 

Wissen die Politiker, dass ein Großteil des verfügbaren Barbetrags mancher Pflegebedürftiger für notwendige, verordnete, aber nicht verschreibungspflichtige Medikamente draufgeht? Dass diese Menschen oft so lange auf Hilfsmittel warten, dass sie monatelang nicht mobil sind? Auf diese und andere, sehr konkrete Fragestellungen erwarteten die Betroffenen eine Antwort.

 

In Kürze werden wir hier ausführlich über diese Veranstaltung berichten.